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05. Februar 2014

Approved Training Organisation = ATO

Arbeitskreis Luftrecht, Aus- und Fortbildung (Klaus Hartmann)

Ab 8. April 2015 kann nur noch in zugelassenen Trainingsorganisationen (ATO) ausgebildet werden. Noch in Betrieb befindliche registrierte Ausbildungseinrichtungen können noch bis zu diesem Zeitpunkt nach altem Luftrecht (LuftPersV § 46-49 und 2. DVO LuftPersV) ausbilden, müssen aber dann in eine ATO umgewandelt werden. Voraussetzung zur Führung einer ATO sind die erforderlichen Handbücher, Betriebshandbuch und Ausbildungshandbuch. Bestandteil des Ausbildungshandbuchs ist je ein Ausbildungsprogramm für jede Art der Ausbildung die von der ATO angeboten wird, z.B. Erwerb der Lizenz für Heißluftballon, Gasballon oder Heißluft-Luftschiff. Die Handbücher müssen von der zuständigen Landesluftfahrtbehörde genehmigt werden. Um nicht sehr viele unterschiedliche Handbücher in Deutschland zu haben (die Grundregeln sollen ja europaweit einheitlich sein), sind diese Handbücher vom DFSV erstellt worden. Die Inhalte der Handbücher und des Ausbildungsprogramms wurden entsprechend den verbindlichen Vorgaben der EU-Regelungen erstellt sowie den Erkenntnissen aus dem Unfallgeschehen vieler Jahre. Zusätzlich haben wir die Handbücher vom BMVBS (jetzt BMVI = Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) prüfen lassen. Dort sind sie akzeptiert worden und entsprechen den Anforderungen gemäß den europäischen Verordnungen. Die Handbücher wurden von dort an die Landesluftfahrtbehörden verteilt. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass unsere über 20 Landesluftfahrtbehörden nichts daran auszusetzen hätten. Sollte dies der Fall sein hilft vielleicht der Hinweis, dass an den Inhalten gegenüber der vom BMVBS vorliegenden Version nichts geändert wurde.
Zunächst ist im Ausbildungshandbuch das Ausbildungsprogramm zum Erwerb der BPL/LAPL Heißluftballon enthalten. Weitere Ausbildungsprogramme für die anderen Ballonklassen und Erweiterungsausbildungen sind in Arbeit.
Da alle Prüfer in nächster Zeit eine Standardisierung entsprechend den Inhalten der Ausbildungsprogramme durchlaufen ist es wichtig, die Ausbildung wie dort beschrieben durchzuführen. In Zukunft ist außerdem davon auszugehen, dass die ATOs von den zuständigen Landesluftfahrtbehörden auf Einhaltung der in den Handbüchern beschriebenen Verfahren überprüft werden.
Die Handbücher können von der Geschäftsstelle im Rohformat angefordert werden. Darin müssen dann die Verantwortlichkeiten, die eingesetzten Luftfahrzeuge, die ausbildenden Lehrer usw. eingetragen werden. Man kann aber auch von entsprechenden Anbietern ein fertiges Paket mit Nachführservice und Revisionsverzeichnis erstellen lassen. 


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