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Gordon-Bennett-Rennen 2010

Bristol / UK

25.09. - 02.10.2010

Deutschlands Farben wurden vertreten durch die Teams

  1. Wilhelm Eimers und Ullrich Seel im Ballon D-OBYN
  2. Matthias Zenge und Markus Pieper im Ballon D-OWBA
  3. Josef Höhl und Georg Sellmaier im Ballon D-OWBI

Aktuelle Informationen finden Sie auf der offiziellen Homepage www.gordonbennett2010.com

Wir danken allen Piloten für spannende Fahrten und Einblicke in ein aussergewöhnliches Rennen.

Ihr DFSV-Vorstand

54. Coupe Aéronautique Gordon Bennett - OFFIZIELLES ERGEBNIS

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02.10.2010. Das Endergebnis wurde veröffentlicht.

1. SUI 2: Kurt FRIEDEN / Pascal WITPRAECHTIGER (2.434,31 km, 58:37h)
2. GER 1: Wilhelm EIMERS / Ulrich SEEL (2.312,66 km, 83:14h)
3. GBR 3: David HEMPLEMAN-ADAMS / Simon CAREY (2.008,90 km, 82:31h)

5. GER2: Matthias ZENGE / Markus PIEPER (1.530,51 km, 63:25h)
8. GER3: Josef HOEHL / Georg SELLMAIER (1.073,75 km, 37:28h)

Wir gratulieren den Piloten zu einer echten Jahrhundertfahrt!

Richard & Carol

Richard ABRUZZO / Carol RYMER DAVIS
Richard ABRUZZO / Carol RYMER DAVIS

Wir denken an unsere amerikanischen Freunde Richard ABRUZZO und Carol RYMER DAVIS. Sie gehören zu den absoluten Spitzenpiloten auf dieser Welt, sind gute Sportkameraden und eine echtes Aushängeschild für unseren Sport. Sie haben vielfach am Coupe Gordon Bennett teilgenommen.

Seit dem 29.09.2010 (ca. um 08:00 Uhr Ortszeit) wird diese Mannschaft vermisst. Zum Zeitpunkt des letzten Kontaktes befanden sie sich über der Adria in einem Gewitter. Eine umfassende Suchaktion, die bis zum 04.10.2010 andauerte, wurde eingeleitet.

Am 06.12.2010 wurden die Befürchtungen zur tragische Gewissheit. Beide Piloten wurden - noch an Bord ihres Ballones - von einem Fischer gefunden. Wir werden Carol und Richard in unseren Gedanken behalten. Sie waren zwei aussergewöhnliche Piloten, die uns mit Ihren sportlichen Erfolgen über sehr viele Jahre begeisterten. Danke!

Den Familien, insbesondere Nancy und John, wünschen wir alle Kraft und senden unsere guten Gedanken. Unsere Wünsche und Hoffnungen begleiten Euch in dieser schweren Zeit.

PRESSEBERICHT

54. Coupe Aéronautique Gordon Bennett 2010 in Bristol (England)

Für 24. September 2010 ist der Start des 54. Gordon Bennett-Rennens geplant. 20
Teams aus elf Nationen nehmen teil. Deutsche Teilnehmer sind die Teams Wilhelm
Eimers/Ullrich Seel, Matthias Zenge/Markus Pieper und Josef Höhl/Georg Sellmeier Sie sind Mitglied der Deutschen Gasballon-Nationalmannschaft des Deutschen Freiballonsport- Verbandes e.V. im Deutschen Aero Club e.V. und haben sich für das diesjährige Rennen qualifiziert. Bei diesem historischen Gasballonrennen lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit: 1906 begann die Ära der berühmtesten, abenteuerlichsten und zugleich härtesten aller Wettfahrten in der Geschichte des Luftsportes, dem Gordon-Bennett-Rennen. Sie wurde vom Verleger der Zeitung „New York Herald Tribune“ ins Leben gerufen und nach dessen Namen benannt. Die erste Wettfahrt, an der 16 Ballone aus sieben Nationen teilnahmen, wurde in Paris gestartet. Sieger des Wettbewerbes ist die Nation, deren Team die weiteste Strecke zurückgelegt hat. Die Siegernation muss zwei Jahre später das Rennen ausrichten.

Je Land können nur drei Teams entsandt werden. Der Preis für die Sieger ist ein Wanderpokal. Die Nation, die drei Mal hintereinander den Pokal gewonnen hat, darf ihn behalten, muss aber für einen neuen Pokal sorgen. Die Teilnehmer legten teilweise Strecken von mehreren tausend Kilometern zurück und waren dabei tagelang unterwegs. Die Abenteuer und Strapazen, welche die Piloten zu bestehen hatten, füllen Bände von Büchern und lesen sich wie spannende Romane. Im Jahr 2005 stellten die belgischen Sieger Bob Berben und Benoît Siméons in Amerika einen neuen Streckenrekord von 3400 km auf. Der alte Rekord stammte aus dem Jahr 1912 mit 2100 km.

Gasballone
Die erste Gasballonfahrt in der Geschichte fand am 1. Dezember 1783 durch seinen
Erfinder Professor Charles statt. Der Gasballon ist der traditionelle Ballon. Seine Hülle ist eine gasdichte Kugel, die mit Wasserstoff oder dem Edelgas Helium gefüllt wird. Der Ballon erhält seinen Auftrieb durch die im Vergleich zur Luft geringere Dichte des
Füllgases. Eine Öffnung am unteren Pol verhindert, dass der Ballon bei Ausdehnung des Gases, z.B. durch Sonnenstrahleinwirkung, platzt. Wirft der Pilot Ballast (Sand oder Wasser) ab, steigt der Ballon. Lässt er über ein Ventil (Parachut) Gas entweichen, sinkt das Luftfahrzeug. Gasballone bewegen sich völlig lautlos. Bei sparsamem Umgang mit Ballast und Füllgas kann man Fahrten über mehrere Tage hinweg machen. Die hohen Kosten und die aufwendige Fahrtvorbereitung haben dazu geführt, dass Gasballone zur Minderheit im Ballonsport wurden. Weltweit sind kaum noch 80* im Einsatz, wovon über 40 in Deutschland gemeldet sind. Deutschland gehört zu den führenden Gasballonnationen der Welt. Die amtierenden Gasballon-Weltmeister Peter Krafczyk/Uwe Schneider kommen aus Deutschland. Der erfolgreichste deutsche Gasballonpilot ist Wilhelm Eimers, der das Gordon-Bennett-Rennen bereits drei Mal gewonnen hat.


Ben Bläss
Deutscher Freiballonsport-Verband e. V.
Ressort Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: b.blaess@dfsv.de
* Im Vergleich gibt es heutzutage weltweit ca. 13.500 Heißluftballone.
Link: www.gordonbennett2010.com